Die Mehrheit der Vermögensverwalter ist im Hinblick auf die Entwicklungen an den Finanzmärkten optimistisch. Dies ist das Fazit einer Online-Umfrage unter den Mitgliedern des Verbandes unabhängiger Vermögensverwalter Deutschland e.V. (VuV).
So sagt die Mehrheit der Befragten eine eher positive Entwicklung des DAX bis Jahresende vorher: Knapp drei Viertel (71,1%) sehen den deutschen Leitindex Ende 2011 bei über 5500 Punkten. Lediglich 24 Experten (28,9%) sehen den Leitindex unter diese Marke fallen. Die Mehrheit der Befragten (60,2%) ist zudem der Ansicht, dass durch die weltweite Schuldenkrise keine Rezession in Europa ausgelöst wird. An der Online-Umfrage nahmen 83 Vermögensverwalter teil.
Always remember to come back in September! – Diese Börsenweisheit trifft nach Meinung der VuV-Mitglieder auch in diesem Jahr zu. Drei Viertel der Umfrageteilnehmer (74,7%) sehen aktuell gute Einstiegschancen bei Aktien.
Deutlich mehr als die Hälfte der unabhängigen Vermögensverwalter (63,9%) rät zum aktuellen Zeitpunkt allerdings von einer Investition in physisches Gold ab. „Wie die Mehrheit meiner Kollegen bin ich der Meinung, dass das Chancen-Risiko-Verhältnis hier nicht mehr so vorteilhaft ist“, kommentiert Günter T. Schlösser, Vorsitzender des Vorstandes des VuV die Antworten auf die Frage „Lohnt es, jetzt noch in physisches Gold zu investieren?“.
Fast vier Fünftel der befragten Experten meinen zudem, dass es den Euro auch in fünf Jahren noch geben wird – allerdings dann mit weniger Mitgliedstaaten. Lediglich 15,7 Prozent sind der Ansicht, dass die Euro-Zone in fünf Jahren noch besteht und dann genauso zusammengesetzt sein wird wie heute. Sechs Prozent der Befragten meinen, dass der Euro bis 2017 bereits Geschichte sein wird.